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Berechnung der OEE-Kennzahl

Wie berechnet sich die OEE-Kennzahl

Die OEE-Kennzahl setzt sich aus den 3 Faktoren
Verfügbarkeit, Geschwindigkeit (Leistung) und Qualität zusammen.

So werden die einzelnen Faktoren ermittelt:

OEE-Faktor Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit sagt aus, zu wieviel Prozent der Gesamtzeit die Maschine für die Produktion zur Verfügung stand. Hier werden alle Stillstände, auch geplante Stillstände, Störungen, Produktionspausen oder sonstige Ursachen mit einberechnet. Es wird ein Verhältnis von tatsächlicher Produktionszeit und Gesamtzeit gebildet.

OEE Faktor Verfügbarkeit

OEE-Faktor Geschwindigkeit (Leistung)

Die Geschwindigkeit wird in der Literatur auch Leistung genannt, es ist aber das Gleiche gemeint.

Bediener wissen manchmal aus Erfahrung, wenn sie eine Maschine langsamer laufen lassen, dass sie stabiler arbeitet.

Kurzstillstände werden auch im Faktor Geschwindigkeit mit eingerechnet. Bei einer manuellen Erfassung werden diese zumeist übersehen.

Wichtig ist, dass die Standard-Zykluszeit sauber ermittelt wird. Bei einer automatisierten Messung des OEE wird diese auf jeden Fall richtig bestimmt, da sie standardisiert mitgemessen wird.

OEE Faktor Geschwindigkeit

OEE-Faktor Qualität

Zu Guter Letzt wird ermittelt, welche Teile im ersten Anlauf gut waren und direkt zum Kunden ausgeliefert werden konnten. Teile die in der Nacharbeit gut waren gehören nicht in den OEE. Nacharbeit ist immer mit Mehraufwand verbunden, und diese soll vermieden werden.

OEE Faktor Qualität

OEE-Wert Berechnung

Durch die einfache Multiplikation der einzelnen Faktoren berechnet sich jetzt der:
OEE = Verfügbarkeit x Geschwindigkeit x Qualität

Gemäß unserem Beispiel:
OEE = 79% x 92% x 98% = 71%

Als Weltklasse wird betrachtet:
Verfügbarkeit 90% x Geschwindigkeit 95% x Qualität  99% = 84,7%


Das bedeutet, jeder der Ihnen einen höheren OEE-Wert als 84,7% verspricht, rechnet oft mit einer abgeänderten Definitionen der Verfügbarkeit. Gerne werden geplanten Stillstandzeiten in der OEE-Berechnung nicht mit berücksichtigt.

Aber gerade in den geplanten Stillstandzeiten liegt oft das größte Optimierungspotential. Das erkennen Sie, wenn Sie von Mitarbeitern hören „Das haben wir aber immer so gemacht!"

In einem produzierenden Unternehmen, in dem kein OEE-Wert erfasst wird, beläuft sich die erste OEE-Messung bei ca. 35-45%. Eine Verdopplung der Produktivität ist somit absolut realistisch.


Wie verhält sich die Gesamtanlageneffektivität als Teil von TPM (Total Productive Maintenance)?

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